L. C. Peters – Ein Föhrer für Nordfriesland

L. C. Peters

Der Föhrer Friese Lorenz Conrad Peters (1885 – 1949), genannt „Lonje“, ist als Dichter, Heimatforscher und friesischer Beweger in die Geschichte Nordfrieslands eingegangen. Nach einem Studium, u.a. in Kiel, wo er 1912 zum Dr. phil. promoviert wurde und der Teilnahme am Ersten Weltkrieg, aus dem er mit einem sogenannten „positiven Fronterlebnis“ zurückkehrte, wurde er Studienrat in Husum und stritt im deutsch-dänischen Grenzkampf nach 1920 leidenschaftlich für die deutsche Seite. Als Freimaurer geriet er ab 1933 ins Fadenkreuz örtlicher Nazis, die einen Aufmarsch organisierten, wobei man ihm die Fenster einwarf und ihn in Schutzhaft nahm. Nach 1945 sah L. C. Peters die Zukunft eines freien Friesentums an der Seite Dänemarks, was ihm von einigen ehemaligen Kampfgefährten der 1920er Jahre als „Verrat“ angelastet wurde. Der Film transportiert neue Forschungsergebnisse zu L. C. Peters Leben, indem seine Mitgliedschaft in der Kieler Studentenverbindung „Albingia“ in Beziehung zu seiner friesischen Arbeit gesetzt wird. So schrieb „Lonje“ bekannte Föhrer Lieder, die auf studentische Kommerslieder zurückgehen, aber er nutzte die Albingia auch für wissenschaftliche Kontakte, etwa zum Frühgeschichtler Alfred Tode oder zum Leiter des Husumer Museums Fritz Tidelski. Wissenschaftler, aber auch Föhrer Bekannte und Verwandte von L. C. Peters kommen zu Wort.

Trailer auf YouTube.

Friesische Dokumentarfilme Nr. 7
© ffnr 2003/2004
24 Minuten
Originaltitel: Lorenz Conrad Peters – En Fering(en) för Nuurdfresklun
Deutsche Untertitel
Erster friesischer Film auf den Husumer Filmtagen

Ein Kommentar zu L. C. Peters – Ein Föhrer für Nordfriesland

  1. Irma von Kürten sagt:

    Ich suche den Text von: „Du übertreibst, mein Theodor“ von Lorenz C. Peters
    Kann mir jemand helfen?

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